Dirigent der laufenden Arbeitsphase

Felix Koltun ist ein deutscher Pianist und Dirigent mit polnischen Wurzeln. Er studierte zunächst Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, doch gemeinschaftliches Musizieren begeisterte ihn mehr als das solistische Spiel. Für ihn eröffnete das Dirigieren die Möglichkeit, unmittelbar mit unterschiedlichen Klangfarben und Instrumenten zu arbeiten und das Kollektiv der Musiker:innen zu erleben. Sein Dirigierstudium bei Professor Rüdiger Bohn an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf absolvierte er mit Auszeichnung. Zu weiteren Stationen seiner Ausbildung zählen die Frédéric Chopin Musikuniversität in Warschau und zahlreiche Meisterkurse und Arbeitsdirigate, u. a. bei Professor Nicolas Pasquet, Ekhart Wycik, Daniel Inbal, Christian von Gehren, Johannes Schlaefli, Johannes Klaumpp und zuletzt Michael Sanderling.
An der Arbeit als Dirigent schätzt Felix Koltun die kulturelle und menschliche Vielfalt der Orchester, die Verbundenheit unter Musiker:innen und das gemeinschaftliche, kreative Schaffen. Besonders reizt ihn am Dirigentenberuf der intensive Kontakt mit den Musiker:innen, das gemeinsame Erarbeiten eines musikalischen Ziels und das inspirierende Miteinander, bei dem alle im entscheidenden Moment einer gemeinsamen künstlerischen Linie folgen.
Er arbeitete mit zahlreichen namhaften Orchestern im In- und Ausland, darunter die Rumänische Staatsphilharmonie Dinu Lipatti Satu Mare, die Neue Philharmonie Westfalen, die Niederrheinischen Sinfoniker, das Alegra Festival Orchester Sofia, die Düsseldorfer Symphoniker sowie das Radio-Sinfonieorchester Warschau. Felix Koltun war Chefdirigent des Concerto Langenfeld und des sinfonischen Blasorchesters Brass in Concert, anschließend übernahm er die Leitung der Kölner Orchester-Gesellschaft. Im Bereich der zeitgenössischen Musik sammelte er außerdem Erfahrung mit dem Ensemble Musikfabrik Köln sowie im Oratorienbereich, Oper und Musiktheater in Engagements am Grenzlandtheater Aachen und Düsseldorfer Schauspielhaus.
Er erreichte beim Internationalen Artur Nikisch Wettbewerb das Halbfinale und gehörte zu den ausgewählten Teilnehmern beim Auswahldirigieren für die Ernst-Boehe-Akademie oder dem Assistenzprogramm beim Luzerner Sinfonieorchester 2025.
Vertrauen, Klarheit, Teamgeist und Charisma – aber auch die Gabe, Raum zu lassen, sodass das Musizieren ein kollektives Atmen und Gestalten bleibt, ist für Felix Koltun die Essenz seines Arbeitens mit Orchestern. Mit dieser Begeisterungsfähigkeit, einem positiven Denkansatz und einer starken Liebe zur Musik gestaltet er Konzertabende als unvergessliches und inspirierendes Erlebnis. Zu seinen persönlichen Idolen zählen der Politiker Helmut Schmidt, dessen Weitblick und Bildung ihn tief beeindrucken, sowie sein Lieblingsdirigent Carlos Kleiber.
Aktuell ist Felix Koltun Dirigent der Kölner Orchester Gesellschaft und weiterhin in der musikalischen Nachwuchsarbeit und Ausbildungsförderung engagiert. Ab Oktober 2025 ist er der ständige Dirigent beim Harvestehuder Sinfonieorchester Hamburg und im Frühjahr 2026 berief ihn das Akademische Orchester Bonn für die kommende Arbeitsphase zum musikalischen Leiter.
